Klinik für Hämatologie, Onkologie & Palliativmedizin
Chefarzt Prof. Dr. Dirk Behringer
Augusta-Kranken-Anstalt gGmbH
Bergstraße 26 - 44791 Bochum
Tel.: 0234 / 517-2430

 

Kontakt Klinik für Hämatologie,
Onkologie & Palliativmedizin

Tel.: 0234/5172431

Weiterbildungskonzept für unseren Fachbereich Hämatologie, internistische Onkologie und Palliativmedizin - Ärzte

Die kompetente Aus- und Weiterbildung unserer ärztlichen Kolleg(inn)en bildet einen festen Bestandteil unseres Berufsalltags und liegt uns am Herzen. Hierzu haben wir ein auf unsere Abteilung zugeschnittenes Weiterbildungskurrikulum weiterentwickelt, welches sich an den Vorgaben der Weiterbildungsordnung der Ärztekammer Westfalen-Lippe orientiert. Darüberhinaus versuchen wir u.a. durch ein neues Mentorensystem unseren Assistenten noch mehr zu unterstützen.

Inhaltsverzeichnis:


 

Unser Fachgebiet bietet eine Vielzahl an attraktiven Besonderheiten, welche unseren Bereich für verschiedene Aspekte einer Fachweiterbildung interessant machen: u.a. bilden wir Ärzt(inn)e(n) auf ihrem Weg zum Internisten, zum Allgemeinmediziner, zum Hämatologen/Onkologen wie auch zum Palliativmediziner aus.

Sie werden selbst Ihre Vorlieben kennenlernen und entwickeln. Aus zahlreichen Gesprächen haben wir folgende Besonderheiten zusammengetragen:

 

Was können wir Ihnen in Ihrer Fortbildungszeit vermitteln?

Uns ist bewusst, dass unserem Fachgebiet auch mit Vorbehalt und in der Regel mit – möglicherweise unausgesprochenen – Ängsten begegnet wird. Wir haben versucht, diese zu konkretisieren, zu analysieren und bemühen uns, aus diesen Vorbehalten Stärken in unserer Ausbildung zu formen, die Ihnen für Ihr weiteres Berufsleben eine substantielle Hilfe sein können und helfen sollen, aus dieser Zeit positive und bereichernde Erfahrungen zu erzielen. Die Vorbehalte, die häufig genannt werden, sind:

nach oben


Beschäftigung mit unheilbar Krebserkrankten Patienten mit eingeschränkter Lebenserwartung

Unsere Patienten leiden häufig an chronischen, unheilbaren Erkrankungen. Einige begleiten wir in ihren letzten Lebensjahren. Dies kann eine schwere Belastung darstellen, eine echte Herausforderung. Auf der anderen Seite: diese Patienten sind wirklich krank, leiden an konkreten Symptomen. Diesen Patienten können wir oft sehr gut helfen. Nicht immer unter dem Aspekt einer langfristigen Symptomkontrolle, aber doch einer deutlichen Verbesserung ihrer aktuellen Lebenssituation. Diese Patienten begegnen uns überwiegend mit einem großen Vertrauen in unsere Fähigkeiten. Sie erwarten von uns vor allem eines: Ehrlichkeit und Zuversicht. Beides zu leben und kontinuierlich zu vermitteln, ist tatsächlich eine große Aufgabe. Und genau hier setzt unsere Ausbildung an: wir wollen helfen, diese Situationen zu meistern, so dass Sie Ihren Patienten zufriedenstellend helfen und vor allem – für sich selbst Positives beziehen. Wir sind uns bewusst, dass wir Sie auf Ihrem Ausbildungsstand abholen müssen, um Ihnen in Ihrer Weiterbildung optimale Möglichkeiten zu bieten. Wie erreichen wir das?

Mentorensystem
Jedem Ausbildungsassistenten wird ein Facharzt zugeordnet, der sogenannte Mentor. Dieser verfügt über einen Vertreter. Der Mentor ist für Sie zuständig, ein persönlicher Berater bezüglich aller Abteilungsbelange. Was sind seine Aufgaben?

  1. Regelmäßige Orientierungsgespräche nach einem strukturierten Muster (mindestens halbjährlich, nach dem ersten Gespräch mindestens ein zweites nach drei Monaten): Ziel ist es, Ihren Ausbildungsstand, Ihre Lernziele und Ihr Befinden abzufragen und gemeinsam die weitere Entwicklung abzustecken und mit konkreten Inhalten zu füllen.
  2. Der Mentor ist Ihr Backup in allen Belangen, die Sie in Ihrer Abteilungsarbeit hinterfragen und wo Sie Hilfe benötigen. Er soll die Brücke sein zu einer reibungslosen und ernsthaft fruchtbaren Zusammenarbeit. Er ist derjenige, den Sie anrufen, wenn Sie nicht weiter wissen, wenn Ihnen etwas auf der Seele brennt.
  3. Er hilft Ihnen in der Definition realistischer Ziele in Ihrem Logbuch

Logbuch für Ihre Weiterbildung in unserer Abteilung
Anhand der Weiterbildungsordnung der Ärztekammer Westfalen Lippe haben wir Ihr Logbuch zusammengestellt. Hoffentlich hilfreich für Sie ist die Tatsache, dass wir Ihnen mit konkreten Vorgaben einen Anhalt geben, was Sie in Ihrer Weiterbildungszeit bei uns absolvieren können und auch sollen. Es ist Ihre Aufgabe (zusammen mit Ihrem Mentor), sicherzustellen, dass Sie die individuell gesteckten Ziele auch erreichen.

nach oben


Belastung, Patienten mit einer schweren Diagnose aufzuklären

Das Aufklärungsgespräch bildet in unserem Fach einen ganz wesentlichen Schwerpunkt. Dies wird in der Ausbildung berücksichtigt

nach oben


Sorge, den Anforderungen eines bisher unbekannten und komplizierten Fachgebiets gerecht zu werden

Unser Fachgebiet erscheint möglicherweise komplex. Je nach Ihrem Ausbildungsziel sollen die Ziele angepasst und realistisch erreichbar gestaltet werden. Als Hilfestellung hierfür sehen wir vor:

nach oben


Angst vor Überforderung wegen

hoher Arbeitsdichte bei komplizierten und zum Teil unbekannten Arbeitsabläufen mit hohem Dokumentationsaufwand (Stichwort Stammblatt):

nach oben


Arbeit ohne entsprechende fachliche und menschliche Rückendeckung, ohne Möglichkeit, sich auf kurzem Weg und unkompliziert zuu helfen / helfen zu lassen

nach oben


Zielsetzung

Unsere Abteilung befindet sich in einem ständigen Wandel. Insbesondere versuchen wir, durch eine möglichst klare und transparente Festlegung von Routineabläufen, unseren Alltag so zu gestalten, dass wir uns in aller erster Linie zeitlich um die wesentlichen Aspekte, also die direkte Versorgung unserer Patienten, und Ihren persönlichen Wissenszuwachs kümmern können. Ihre Weiterbildung liegt uns am Herzen. Wir erwarten in unserer gemeinsamen Zeit natürlich einiges. Von uns wie auch von Ihnen.

In den Dokumenten finden Sie auch eine Liste über die Dinge, die wir im Rahmen Ihrer Weiterbildung von ihnen erwarten. Sie dient als Anhalt, um Ihnen die Schwerpunkte ihrer Weiterbildung aus unserer Sicht aufzuzeigen. Sie sollten versuchen, diese Ziele zu erreichen.

Während Ihrer Zeit in unserer Abteilung wird innerhalb der ersten vier Wochen und möglichst auch in der letzten Phase Ihrer Tätigkeit ein Gespräch mit einem Oberarzt oder mir selbst bezüglich ihrer Tätigkeit stattfinden. Darüber hinaus finden regelmäßige Gespräche mit Ihrem Mentor statt. Nutzen Sie diese und auch jede andere Gelegenheit, um aus der Zeit für Sie und uns das Beste herauszuholen.

Sollten Sie weitere Anregungen haben, bitten wir Sie selbstverständlich jederzeit um Kontaktaufnahme.

Mit den besten Wünschen für eine erfolgreiche, für Sie zufriedenstellende und fruchtbare Zeit in unserer Abteilung verbleiben wir mit kollegialen Grüßen!

 

Prof. Dr. Dirk Behringer für das gesamte Team

nach oben